SONNENDECK

SONNENDECK.FM IST DIGITALE KUNST – GANZ ANALOG

Kein komplexes Netz, keine Teilnahme an künstlichen Welten und auch keine visuellen oder auditiven Schnittstellen, die die Arbeit erst zum Werk werden lassen – Sonnendeck.fm ist analog und deswegen anders, weil es den Benutzer nicht zum medialen Massenspektakel einlädt und seine Fertigkeiten an einer Konsole abfordert sondern zum Betrachten einlädt. Die Bilder leiten in eine fast-reale zeitlose Weite, die sich aus Versatzstücken vieler erlebter und geträumter Szenen zusammensetzt. Gesammelt und thematisch geordnet entstehen Sonnendeckbilder wie im Setzkasten. Digitales Strandgut aus dem World-Wide-Web trägt ebenso zum Werk bei wie ein Zeitungsausschnitt, eine Postkarte, Prospekte oder private Fotos. Jedes Bild wird im Rechner zerhackstückt, umgebaut, modelliert, verfärbt und verfremdet, bis es letztlich als Puzzlestück im Bild seinen Platz gefunden hat und fast selbstverständlich wirkt. Dabei nimmt schon bei der Entstehung jedes Bild seinen eigenen Weg, ist niemals ganz planbar und ist so auch vom Suchen und Finden des Ausgangsmaterials abhängig.

Waldstück Nr. 2

Waldstück Nr. 2 - 150 cm x 100 cm, Auflage 5/1

Nur die Idee und die Aussage stehen von Anfang an fest. Der Eindruck der so entstandenen neuen Welt entsteht durch eine möglichst photorealistische Darstellung der Szenen. Jede Welt bringt ihre eigene Stimmung mit. Das Werk von Sonnendeck lässt sich nur dadurch klammern, dass es immer auf die selbe Weise entsteht:
Im Zusammenspiel von Bildidee und Finderglück.

So dient für Sonnendeck der Computer als moderner Pinsel.
Er stellt das zeitgemäße Werkzeug dar, das der Aussage der Sonnendeck-Bilder die zweite, eigentliche Bedeutung verleihen soll:

Auf Leinwand gebracht verliert das Bild einen wesentlichen Hinweis auf seinen eigentlichen digitalen Ursprung, der am Bildschirm vielleicht noch erkennbar bleibt. Das Spiel mit unseren herkömmlichen Betrachtungsgewohnheiten und der gelernten Erwartungshaltung an ein so analoges Medium wie Leinwand auf Keilrahmen dient nicht dazu, die Herkunft und Entstehung zu vertuschen. Vielmehr stellt es die Wirklichkeit unserer täglichen Wahrnehmung vom Bild bis hin zu unserem erlebten Tagesgeschehen in Frage und will uns die unmerklich fortschreitende Gewöhnung an Verfälschung und den Verlust an Wahrhaftigkeit ins Bewusstsein rufen.

Biographie:

Christoph Göpner rutschte nach dem Grafikdesign-Studium 1996 in die Werbebranche ab. Dabei wollte er da doch gar nicht hin. Doch irgendetwas hielt den inzwischen mehrfach prämierten Art Direktor dort die letzten 14 Jahre fest. 2010 gelingt es ihm nun, Erfolg, Ruhm, Macht und Geld abzuschütteln. Er will leben und zwar von seinen Sonnendeckbildern. Er macht den Computer zu seinem Pinsel und den Bildschirm zu seiner Leinwand. Und endlich mal was Gscheits.

1992 – 1996 Fachhochschule des Grafikdesigns, Abschluss bei Professor Ernst Jünger
1996 – 2010 Kunstdirektor in der Werbe- und Kommunikationsdesign-Branche

Vernissagen:
2009
Optic Schönweitz, Sendlingerstraße: „Traumwelten sichtbar machen“

2010
Praxis Dr. Hollenbach: „Mit einem Stich ins Grüne“
Optik Bussmann, Diefenbachstraße: „Hüttenzauber“

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